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OLAT 3

Die vollständige Neuentwicklung des strategischen Learning Management Systems der Universität Zürich ist in Betrieb

Die völlige Neuentwicklung von OLAT (Online Learning And Training) - das OpenSource LMS der Universität Zürich - konnte wie geplant auf das WS 04/05 mit dem Release 3.1.1 in Betrieb genommen werden. Es sei mir deshalb erlaubt, ein paar Marksteine des OLAT-Zentrums und des OLAT-Projektes in der Rückschau zu betrachten.

Um das am Institut für Informatik entwickelte LMS OLAT der gesamten Universität Zürich zur Verfügung zu stellen, zu betreiben, zu warten und dieses E-Learning Tool zu fördern und zu unterstützen, wurde am 1. Juni 2001 auf Initiative der damaligen ICT-Fachstelle und mit der Unterstützung der Informatikdienste das OLAT-Zentrum ins Leben gerufen. Es zeigte sich jedoch sehr bald, dass das mit dem MEDIDA-Prix 2000 ausgezeichnete OLAT die Erwartungen an ein allgemeines LMS für ein universitäres Umfeld nicht erfüllen konnte und dass sowohl das Produkt wie auch die hochmotivierten Mitarbeiterinnen jenen nicht ausreichend entsprechen konnten. Wir stellten daher im Herbst 2001 einen Projektantrag für eine grundlegende Neuentwicklung von OLAT an die Universitätsleitung, die dieses Projekt auf Beginn 2002 grosszügig bewilligte. Eine für uns herausfordernde und wie sich später zeigte weitsichtige Auflage der Bewilligung für eine Neuentwicklung von OLAT war, dass das neue OLAT ein OpenSource Produkt sein musste. Durch diesen Projektauftrag hatten wir jedenfalls erstmal die Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit mit Dozierenden, welche OLAT in ihren Lehrveranstaltungen einsetzten, die unterschiedlichsten und aktuellen Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen an ein E-Learning Tool kennen zu lernen. Ebenso nötig war aber auch eine intensive Beschäftigung mit den internationalen E-Learning Standards, um das neue OLAT möglichst flexibel zu gestalten und um damit für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein.

Abteilung E-Learning Applications

Die Bedeutung dieses neuen Dienstleistungsangebotes der Informatikdienste im Bereich E-Learning wurde immer wichtiger und dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Informatikdienste konnten wir im Frühjahr 2002 diesem Bedürfnis mit einer eigenständigen Organisationseinheit, der Abteilung E-Learning Applications, Rechnung tragen. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen worden, damit wir uns ganz und ohne Reibungsverluste dem E-Learning widmen konnten. Wir konnten die Benutzer in der Nutzung des bestehen OLAT unterstützen und die schrittweise Realisierung des „neuen“ OLAT vorantreiben. Als erstes realisierten wir mit dem Release 2 von OLAT ein neues Testtool, welches auf dem internationalen IMS QTI (Question & Test Interoperability) Standard basierte. Dank dem OpenSource Status von OLAT konnten wir auch Beiträge von universitätsfremden Betreibern von OLAT in das neue OLAT integrieren und so den Beginn einer fruchtbaren OpenSource-Community feststellen. Während der nächsten Phase widmeten wir uns einem völlig neuen Kurskonzept, welches sich eng an den internationalen IMS LD (Learning Design) Standard anlehnte. Mit den flexiblen Möglichkeiten, einen Kurs zu gestalten und zu organisieren sowie den kollaborativen Werkzeugen konnten wir das neue OLAT, welches nun ausschliesslich auf JAVA basiert, in der Zeit vom Frühjahr 2003 bis Sommer 2004 realisieren. Das neue OLAT überzeugte in seiner Funktionalität und Flexibilität zusammen mit dem kompetenten Kundensupport auch die medizinische Fakultät, die im Sommer 2000 beschlossen hat, ihre E-Learning Plattform VAM (Virtuelle Ausbildung für Mediziner) schrittweise bis Frühjahr 2005 vollständig auf OLAT zu migrieren.

Multimedia- & E-Learning Services

Unsere Nähe zu den Nutzern von OLAT und die Vertrautheit mit deren Bedürfnissen haben uns erkennen lassen, dass eine ganzheitliche Betreuung und Hilfeleistung bei der technischen Umsetzung eines E-Learning Projektes und die Realisierung der entsprechenden multimedialen Inhalte von zentraler Bedeutung sind. Wir reichten daher im Winter 2004 bei der Universitätsleitung einen Antrag ein, die beiden Abteilungen TV-Uni und E-Learning Applications unter dem Dach der Informatikdienste zu fusionieren und eine neue Abteilung „Multimedia- & E-Learning Services“ zu etablieren. Diesem Antrag hat die Universitätsleitung zugestimmt und dadurch die Voraussetzung geschaffen, dass die E-Learning Projekte an der Universität Zürich in einem professionellen Umfeld betreut werden können.

Zum Schluss dieser bruchstückhaften Rückschau habe ich noch das angenehme Bedürfnis, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren generösen Einsatz, ihren unbedingten Willen, etwas Neues und Nützliches für die Universität zu leisten und den eingeschlagenen Weg trotz Rückschläge und Widerstände zu gehen, ganz herzlich zu danken. Für die fruchtbare und spannende, teilweise auch spannungsvolle Zusammenarbeit bin ich dankbar und lassen uns optimistisch die nächsten Aufgaben angehen.

Ganz zum Schluss jedoch möchte ich Sie ermuntern:

  • Besuchen Sie unsere Homepage www.id.unizh.ch/mels.
  • Informieren Sie sich und diskutieren Sie die neueste Entwicklung von OLAT unter www.olat.org.
  • Melden Sie sich zu einer Präsentation oder Schulung von OLAT an.
  • Nutzen Sie das individuelle Support- und Beratungsangebot unserer Kundenbetreuungsgruppe: support@olat.unizh.ch
  • Seien Sie neugierig auf das aktuelle Angebot unter OLAT www.olat3.unizh.ch.
  • Oder probieren Sie ganz einfach OLAT auf unserer Spielwiese aus und testen Sie OLAT auf Herz und Niere unter www.olat3-workspace.unizh.ch.

Coni Steinemann