Backup / Restore mit TSM

Datensicherung mit Global Backup

Die meisten Institute der Universität Zürich betreiben eigene Infrastrukturen für die Sicherung ihrer Client- und Server-Systeme. Der Betrieb solcher Systeme kann sehr zeit- und kostenintensiv sein. Die Informatikdienste bieten daher die Dienstleistung Global Backup an. Damit wird den Instituten ermöglicht, die Nutzdaten ihrer Dateiserver auf dem zentralen Backup-System der Informatikdienste zu sichern.

Dienstleistungsumfang

Die Dienstleistung Global Backup wird den Instituten der Universität primär für die Sicherung von Nutzdaten auf Datei-Servern angeboten. Den Instituten soll damit ermöglicht werden, die geschäftskritischen Daten einfach und effizient zu sichern. Das Wiederherstellen von ganzen Systemen (Disaster Recovery) ist nicht Inhalt von Global Backup.

Da bei grossen Datenmengen Performanceprobleme auftreten können, ist es in Ausnahmefällen auch möglich, die Nutzdaten einzelner Arbeitsplatzrechner mit Global Backup zu sichern- Für Diese Clients leisten die ID aber keinen Support. Die Supportleistung muss durch den Koordinator des jeweiligen Instituts erbracht werden und ist im Antrag für einen Arbeitsplatzrechner im Antragsformular zwingend zu vermerken.

Netzwerkanbindung

Eine geringe Bandbreite zusammen mit hohen Datenvolumen verunmöglichen in der Regel einen sinnvollen Einsatz von Global Backup. Die Informatikdienste empfehlen, im Zweifelsfalle mit dem Service Center oder via netadm@uzh.ch Rücksprache zu nehmen.

Datensicherung

Die Datensicherung kann automatisiert oder manuell ablaufen. Bei der automatisierten Datensicherung wird das zu sichernde System vom zentralen Backup-Server gemäss einem festgelegten Rhythmus dazu aufgefordert, die Nutzdaten zu sichern. Der Tivoli-Client auf dem Dateiserver übermittelt dann selbständig (d.h. ohne menschliche Intervention) die Daten an den Backup-Server.

Es werden jeweils drei Generationen eines Dokuments gesichert d.h. jede Änderung eines Dokuments erzeugt eine neue Generation. Die zwei älteren Generationen bleiben einen Monat lang abrufbar. Wird eine Datei auf dem Harddisk gelöscht, bleibt die zuletzt gespeicherte Generation noch während 3 Monaten auf dem Backup-Server gespeichert.

Alternativ oder ergänzend können auch Archive (also nicht-inkrementelle Momentaufnahmen) für die Zeiträume 1, 3 oder 5 Jahre erstellt werden.

Grundsätzlich kann der Tivoli-Client nur Dokumente sichern, welche nicht in Gebrauch (also „geöffnet“) sind.

Datenbankserver

Die Datenbank Backups sind immer heikel, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Datenbank Files auf Disk zum Zeitpunkt des Backups konsistent sind. Eventuelle Restores inkonsistenter Files enden in zahlreichen Problemen. In der Regel muss die Datenbank vor dem Backupfenster herunter gefahren oder auf andere Art die Konsistenz der Daten auf Disk garantiert werden.

Falls Sie jedoch z.B. eine Oracle Datenbank nutzen, existiert ein Plugin (Data Protector) für unsere TSM Software, bei DB2 ist das TSM Interface seit Version 9.5 integriert. Konfiguration, Beschaffung und Testing der Datenbank Interface Software ist Sache des Instituts. Wie bieten nur die 2 Datenbank Backup Domains Oracle und DB2 auf den TSM Servern an.

Systemwartung und -kontrolle

Nach jeder geplanten Datensicherung versendet das Backup-System ein automatisch generiertes E-Mail an den Institutskoordinator, in welchem dieser über Erfolg oder Misserfolg der Datensicherung sowie die Menge der insgesamt gesicherten Daten informiert wird.

Die Kontrolle der Datensicherung wird dem Koordinator dadurch erleichtert, entbindet ihn aber nicht von der Verantwortung, die Gründe, welche zu einem allfälligen Fehlschlag führten, zu analysieren und den Fehler zu beheben.

Die Sicherungs-Software auf den zu sichernden Dateiservern muss in regelmässigen Abständen aktualisiert werden. Die Informatikdienste werden die Benutzer entsprechend informieren. Die Aktualisierung der Software auf den Dateiservern ist Aufgabe der Institute.

Wiederherstellung von Daten

Für die Wiederherstellung von Daten ist das Institut verantwortlich.

Die Informatikdienste übernehmen keine Verantwortung für die Integrität der Daten, welche auf den zu sichernden Dateiservern liegen. Sie garantieren lediglich, dass bei einer erfolgreichen Datensicherung die Daten, welche zum Zeitpunkt der Sicherung auf den Dateiservern vorhanden waren, auch gesichert werden.

Kosten

Eine Zusammenstellung der anfallenden Kosten mit Beispielen finden Sie im PDF-Dokument für Global Backup und Archiv. (PDF, 283 KB)

Grundsätzlich ist es pro Institut möglich, maximal vier Dateiserver über „Global Backup“ sichern zu lassen. Ein Datenvolumen von bis zu 1 TB pro Institut ist kostenlos.

Weiteres Vorgehen

Das PDF-Dokument zu diesem Angebot gibt Ihnen nochmals einen kompletten Überblick zum Angebot. Falls Sie das Angebot nutzen möchten, können Sie direkt das Antragsformular ausfüllen, welches gleichzeitig als Checkliste konzipiert ist.

Die Informatikdienste empfehlen aber, zumindest vor erstmaliger Nutzung dieses Dienstes einen Beratungstermin zu vereinbaren. Zwingend für Koordinatoren, welche diesen Dienst das erste Mal in Anspruch nehmen, ist eine kurze Schulung (max. 1h) in der Benutzung des Tivoli Clients (Installation, Backup, Restore).

Kontakt

Interessierte wenden Sie sich bitte an globalbackup@id.uzh.ch.

Anmerkung Filer-Systeme

Es ist möglich, dass Institute ein Filer-System verwenden, auf welchem keine Backup-Software installiert werden kann. In diesen Fällen empfehlen die Informatikdienste, ein kleines dediziertes PC-System zu installieren, auf welchem die Freigaben des Filers angebunden werden. Die Backup-Software wird dann auf diesem Zusatzsystem installiert.

Schema: Global Backup von Filer-Systemen  

Backup Infrastruktur

Die Backup Infratruktur ist komplex. Der primäre Backup wird auf ein Copan Festplatten-System gespeichert. Dies ermöglicht schnelles Backup und Zurückspielen der Daten. Alle Backup-Daten werden dann aus Sicherheitsgründen nochmals auf eine IBM Tape-Station ausgelagert.