Litlink

Wissensmanagement

Wer eine akademische Arbeit schreibt, kennt den Arbeitsaufwand des Recherchierens und Zusammentragens von Informationen. Aus Bergen von Büchern, Periodika, Archivquellen, Bildern und mehr sollen die wichtigsten Materialien gesammelt werden und letztlich Eingang in die zu schreibende Arbeit finden. Bei Lit-link steht genau diese Problematik im Vordergrund. Durch assoziative Verknüpfung von bibliographischen Daten, Zitaten, Exzerpten, Textauszügen, eigenen Notizen und Informationen im Internet steht der Forscherin ein Werkzeug für ein effizientes Wissensmanagement zur Verfügung. Obwohl Literatursuche und die Zusammenstellung von bibliographischen Verzeichnissen voll unterstützt sind - Lit-link wird deshalb oft als Literaturverwaltungsprogramm bezeichnet - soll das Programm den gesamten Entstehungsprozess einer wissenschaftlichen Arbeit unterstützen.

Entwickelt an der Universität Zürich

Lit-link ist aus dem Projekt History Toolbox an der Universität Basel entstanden und wird heute unter der Leitung von Prof. Philipp Sarasin von der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des historischen Seminars der Universität Zürich entwickelt.

Das Programm basiert auf FileMaker und steht in einer Windows- und Macversion kostenlos zum Download zur Verfügung.

Benutzerfreundlich und praxisnah

In der aktuellen Version 2.6 (win, und mac) stehen in Lit-link sieben Hauptelemente zur Auswahl;

1. Autoren – in dieser Datenbank werden die Autorinnen und Autoren sowie weitere Personen erfasst.
2. Titel – diese Datenbank verzeichnet Bücher, Aufsätze und sonstige Dokumente.
3. Archivalien - ermöglicht die Erfassung von Archiv-Dokumenten.
4. Kartei – hier werden Notizen, Textauszüge, Zitate oder andere Zusatzinformationen abgelegt.
5. Bilder - Lit-link verwaltet ihre Bilder und verknüpft diese mit den verschiedenen Datensätzen (Autoren, Titel, Archivalien...)
6. Periodika – diese Datenbank verzeichnet alle Arten von Periodika, die als solche ausgewertet wurden oder als Publikationsorte von Aufsätzen fungieren
7. Projekte - Lit-link ermöglicht, einzelne Datensätze Projekten Forschungsprojekt X, Publikation Y, Ausstellung Z...) zuzuordnen und speziell zu verwalten.

Diese Elemente sind als Datenbanksystem untereinander relational verknüpft, womit die assoziative Vernetzung der verschiedenen Inhalte möglich wird. Sind Daten einmal vorhanden, kann auf vielfältige Weise danach gesucht und wie bereits angesprochen, Beziehungen untereinander sichtbar gemacht werden. So können über definierte Schlagworte ähnliche Titel angezeigt oder für Projekte relevante Informationen eingeblendet werden. Mit diesen Möglichkeiten bekommt der Nutzer einen qualitativen Einblick in die gesammelten Daten. 

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Da das Programm auf FileMaker basiert, profitiert es automatisch von einigen spannenden Features, so ist z.B. ein Zoomwerkzeug oder die eingebaute Rechtschreibeprüfung in mehreren Sprachen zu erwähnen.

Weiterentwicklung

Wenn man Prof. Philipp Sarasin zuhört, so ist seine Begeisterung ansteckend, dies ist v.a. spürbar, wenn es um die Weiterentwicklung des Programms geht. Hier sind verschiedenste Neuerungen in der Pipeline, die teilweise in Testversionen bereits zur Verfügung stehen. Einen Eindruck davon gibt folgende Liste:

  • Neu Kategorie "A/V Medien"
  • Einbau einer Webrowserfunktionalität mit direkten Einstiegspunkten zu Bibliotheken
  • Unterstützung des Archivstandards "Scope"
  • Autovervollständigen von Eingaben
  • Online Datenbanksuche
  • Volle Integration in Word
  • Import von Webseiten
  • Autovervollständigung nach ISBN

Fazit

Lit-link ist für viele Forschende und Studierende ein wunderbares Werkzeug, das das Zusammentragen und Verwalten von Informationen für die wissenschaftliche Arbeit wesentlich erleichtert, strukturiert und übersichtlich macht. Wissen und Informationen sind Fundamente der Forschung, dem Verwalten dieses Wissens kommt deshalb eine immer wichtigere Rolle zu und dementsprechend auch den Wissensmanagement Tools wie Lit-link.