Erneuerung/Erweiterung der Hörsaalübertragungs-Infrastruktur

bzw. Vernetzung der Video-Infrastruktur (VVI)

Projektleiter: Igor Drieghe

Ausgangslage

Die Universität Zürich ist eine Präsenzuniversität und keine Fernuniversität. Studierende haben daher Anspruch darauf, Vorlesungen in den Hörsälen der UZH zu besuchen. Damit allen Studierenden ein Sitzplatz zur Verfügung steht, werden seit Jahren Vorlesungen in mehrere Hörsäle gleichzeitig übertragen.

Trotz den heutigen Möglichkeiten einer Inhouse AudioVideo-Übertragung sind die Hörsäle an der UZH insbesondere in den ersten zwei bis drei Wochen nach Semesterbeginn überbelegt. Die Disponierung und Betriebssicherheit von Vorlesungen, Kongressen, öffentlichen Vorträgen, Antritts- und Abschiedsvorlesungen usw. wird demzufolge zusehends schwieriger. Die heute zur Verfügung stehende, teils 20 Jahre alte und historisch gewachsene, technische AV-Übertragungsinfrastruktur kann daher einen reibungslosen Vorlesungsbetrieb kurz- und mittelfristig nicht mehr garantieren.

Analyse

In Zusammenarbeit mit der Firma tpc (technology and production center switzerland ag) wurde im Jahr 2010 ein Analyseseminar mit dem Ziel durchgeführt, klare Aussagen betreffend Nutzerbedürfnissen und Anforderungen an die technische Infrastruktur machen zu können. Basierend auf den Aussagen und Resultaten des Seminars wurde durch tpc ein Grobkonzept erstellt. Auf dieses Konzept gestützt wurden im April/Mai 2011 Systemtests durchgeführt. Die Resultate zeigen, dass IP-Video-Konferenzsysteme die Anforderungen, welche an das UZH-Übertragungssystem gestellt werden, am besten erfüllen.

Zielsetzung und Nutzen

Das Projekt VVI hat das Ziel, die heutige Situation zu entschärfen, die Hörsaaldisposition zu entlasten und die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Durch die Erneuerung der AV-Übertragungs-Infrastruktur wird erreicht, dass ausser Inhouse-Übertragungen auch zentrumsübergreifende Übertragungen möglich sind und somit der Hörsaaldisposition eine hohe Flexibilität garantiert. Weiter schafft das Projekt die Voraussetzungen für allfällige spätere Anforderungen einer universitätsinternen Lösung für Podcasts, Live-Streaming und Videokonferenzen.

Umsetzung

Da die Umsetzung nur in der lehrveranstaltungsfreien Zeit stattfinden kann, erfolgt sie in zwei Phasen und soll bis Ende 2013 realisiert werden.

  • Phase 1 - UZH Zentrum (2012): Sie beinhaltet die Vernetzung der AV-Zentralen in den 4 Gebäudekomplexen RAI, KOL, SOD und HAH, einer zentralen Bridge (MCU), einem Standard RMS sowie einem Custom Designed RMS mit einem Custom Designed GUI (AMX-basiert).
  • Phase 2 - UZH Irchel (2013): 14 Hörsäle werden umgerüstet und in die bestehende Infrastruktur (Phase 1) integriert. Optional ist die Implementierung einer Firewall Traversal Komponente sowie der Einsatz von mobil einsetzbaren Komponenten.