Neues Elektronisches Vorlesungsverzeichnis

Zusammenfassung

Das Web-Vorlesungsverzeichnis (Web-VVZ) genügt technologisch, funktional und von der Benutzererfahrung her nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Pflege der Informationen, welche letztlich im Web-VVZ und der daraus gespeisten Seite www.degrees.uzh.ch dargestellt werden, enthält aus historischen Gründen Medienbrüche.

Das Projekt „Neues Elektronisches Vorlesungsverzeichnis“ hat zum Ziel, die Datenintegration zu verbessern, den Nutzerinnen und Nutzern des Web-VVZ eine moderne Benutzererfahrung zu bieten und die vorhandenen Informationen auf möglichst einfache Weise auch Drittsystemen (z.B. Institutswebseiten) zur Verfügung zu stellen.

Ausgangslage und Zielsetzung

Das Web-Vorlesungsverzeichnis (Web-VVZ) bildet das Semesterangebot der UZH ab und wird durch Studierende und Fakultäten sowohl als Informationssystem wie auch als Planungshilfe eingesetzt.

Für die Erfassung des Lehr- und Semesterangebots sind aktuell drei verschiedene Systeme im Einsatz. Dadurch ist eine durchgängige Prozessbearbeitung nicht möglich und die Nutzerinnen und Nutzer müssen sich in unterschiedlichen Systemumgebungen mit verschiedenen Medienbrüchen und zum Teil redundanter Datenpflege zurechtfinden.

Das heutige Web-VVZ wurde im Jahr 2004 eingeführt und basiert auf der gleichen Technologie wie das UniCMS, welches zurzeit durch ein modernes Content-Management-System abgelöst wird. Diese Überalterung führt dazu, dass die Verlässlichkeit des Systems nicht mehr gewährleistet ist und den Anforderungen im Hinblick auf Weiterentwicklungen nicht mehr entsprochen werden kann.

Die Zentrale Informatik hat daher unter dem Einbezug von Fakultäten und Zentralen Diensten ein Grobkonzept erarbeitet, in welchem der aktuelle Zustand beurteilt sowie wichtige Weiterentwicklungen identifiziert und priorisiert wurden. Als Fazit ergab sich eine eindeutige Handlungsempfehlung für

  • die vermehrte Integration von Planungsdaten in SAP CM, um die Durchgängigkeit der Prozesse zu optimieren und Medienbrüche wo möglich zu vermeiden;
  • die vollständige Ablösung des heutigen Web-VVZ durch eine neue Lösung, mit welcher Betrieb und Weiterentwicklung wieder gewährleistet sind;
  • das Ermöglichen einer Benutzererfahrung, welche heute von einer modernen Anwendung als selbstverständlich erwartet wird.

Wahl der Lösung

Im Rahmen der Erstellung des erwähnten Grobkonzepts fanden systematische Befragungen von ausgewählten deutschsprachigen Universitäten zu den dort eingesetzten Systemen zur Darstellung des Lehr- und Semesterangebots statt. Dabei stellte sich heraus, dass alle Universitäten eine eigene, auf ihr jeweiliges Quellsystem abgestimmte Lösung entwickelten, da auf dem Markt keine Standardlösung angeboten wird. Auch die Firma SAP hat keine entsprechende Entwicklung in ihre Mittelfristplanung aufgenommen. Das Projektteam der UZH kam daraufhin zum Schluss, dass eine in SAP CM integrierte Eigenentwicklung der einzig sinnvolle Weg für die UZH ist, um die definierten Ziele zu erreichen. Als Implementierungspartner wurde die Firma Neovias ausgewählt, welche das entsprechende Los in der Dienstleistungsausschreibung gewonnen hat.

Vorgehen

Im Umsetzungsprojekt sind drei Phasen vorgesehen:

  1. Sicherstellen der Datenintegration (Eliminierung von Medienbrüchen und Pflegeredundanzen);
  2. Entwicklung der Anwendung „Neues Elektronisches Vorlesungsverzeichnis“ (Benutzerschnittstelle);
  3. Schnittstellen zur Datenbank von Swiss Universities und zu UniCMS (Darstellung des Angebots in Institutswebseiten).

Während die Phasen 1 und 3 nach konventionellem Wasserfallmodell (Spezifikation, Realisierung, Test, Betrieb) abgewickelt werden, wird bei der Entwicklung der benutzernahen Funktionen in Phase 2 hauptsächlich auf ein agiles Modell abgestützt. Bei diesem Modell sind die verschiedenen Anspruchsgruppen direkt mit den Anwendungsentwicklern in Kontakt, und lauffähige Ergebnisse werden in Vier-Wochen-Zyklen erstellt. Die Anspruchsgruppen können so jederzeit Einfluss auf das Endprodukt nehmen.

Termine

Die Phasen 1 und 2 sind bis Ende Februar 2016 abgeschlossen und werden im Mai 2016 produktiv gesetzt (Frühlings-Release).

Die Phase 3 wird bis Ende Juni 2016 abgeschlossen und spätestens im November 2016 produktiv gesetzt (Herbst-Release).