Programm Lunchveranstaltungen HS18

Programm

Open Data für Öffentlichkeit und Forschung

 

Der Ruf nach frei verfügbaren Daten konzentriert sich im Begriff von Open Data. Gemeint sind Daten, welche ohne Einschränkung verwendet oder weiterverbreitet werden können. Dies ist im Bereich der Allgemeinheit wichtig und betrifft vorwiegend Open Government Data. Im akademischen Umfeld spricht man von Open Research Data. In unseren Lunchveranstaltungen erfahren Sie, wo die Schweiz bezüglich Open Government Data steht und wie Open Research Daten verarbeitet werden können. Zugleich stecken wir den rechtlichen Rahmen ab und zeigen, welche wichtigen Rechtsfragen und Copyrightbestimmungen zu berücksichtigen sind.

 

Datum: 14., 21., 28. November und 5. und 13. Dezember

Veranstaltungsort: Universität Zürich, Hauptgebäude Zentrum, Rämistrasse 71

 

Datum und Ort               Thema

14. Nov.

KOL-F-121

12:30-13:30

 

 

Andreas Kellerhals, Beauftragter des EDI für offene Behördendaten

Ein offener Blick auf offene Daten

Seit 2012 gibt es in der Schweiz Open-Government-Data-Portale, seit 2014 eine bundesrätliche Strategie dazu und jetzt wird eine zweite für die Jahre 2019-23 vorbereitet. Offene (Verwaltungs-) Daten gelten als Infrastruktur, sollen Innovationen fördern, neue wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen aber auch Demokratie stärken und die Verwaltung effizienter gestalten. Das wird allgemein begrüsst, bei der konkreten Umsetzung zeigt sich aber teilweise Widerstand. Wo liegt genau das Potential offener Daten aus Verwaltung und Forschung in Zeiten von Begriffen wie IoT, KI und Big Data?

 

Videoaufzeichnung

 

21. Nov.

KOL-F-121

12:30-13:30

 

 

Thomas Lo Russo M.A., Research Associate, Statistisches Amt Kt. Zürich

Open Data mit R auswerten

Offene Software und offene Daten sind ein starkes Duo. In der Kombination erlauben sie, voll reproduzierbare Analysen zu erstellen und gemeinsam an Problemen zu arbeiten. Ein Paradebeispiel ist die offene Statistik-Software R. R bietet Unmengen an Werkzeugen um das Potential offener Daten auszuschöpfen. Eine Panoramaschau mit ausgewählten Beispielen.

 

Videoaufzeichnung

 

28. Nov.

KOL-F-121

12:30-13:30

Dr. Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Uni Bern

Open Data und Datenvisualisierung

Open Source ist ein spannendes Thema und die Freigabe von Behördendaten sinnvoll für die Förderung von Demokratie und Innovationen. Interaktive Datenvisualisierungen stellen dabei einen ersten Schritt der Informationsgewinnung aus den Daten dar. Das Referat zeigt auf mit welchen Tools dies konkret umgesetzt werden kann und welche Open Data Visualisierungs-Anwendungen bereits entstanden sind.

 

Videoaufzeichnung

 

05. Dez.

KOL-F-121

12:30-13:30

Prof. Dr. Avi Bernstein, Institut für Informatik UZH

Open Data und Wikidata in der Forschung

In immer mehr Disziplinen hat sich bei der Forschung eingebürgert nicht zu jeder Studie neue Daten zu erheben sondern sich auf unabhängig gesammelte Daten — sei es in einem Panel, einem Observatorium, einem Konsortium, oder durch Kollegen — zu verlassen. Durch das Internet ist es einfacher geworden, solche Daten zu sammeln, speichern, verwalten und zu organisieren. Doch nicht in jedem Falle sind die Daten auch für jeden zugänglich. Analog zur Open Source Bewegung haben sich weltweit Aktivisten und Forscher zusammengetan um Daten frei zugänglich zu machen. In diesem Vortrag wird darauf eingegangen, welchen Grundprinzipien Open Data folgt, wo es in welcher Form für die Forschung eingesetzt wird, und wo die Vor- und Nachteile solcher Datensätze sind. Wir werfen auch einen kurzen Blick auf neuartige Entwicklungen wie z.B. Wikidata und wie diese sowohl als Forschungsgegenstand wie auch Forschungswerkzeug nützlich sein können.

 

Videoaufzeichnung (UZH only)

 

13. Dez.

KOL-F-118

12:30-13:30

Dr. Andrea Malits, Leiterin Data Services & Open Access, HBZ

Open Data und Copyright - Ein Paradoxon?

Förderer verlangen im Rahmen der Antragsstellung zunehmend sogenannte Datenmanagementpläne (DMPs). Dabei sind auch Urheberrechtsfragen adressiert: Doch inwiefern entstehen an Forschungsdaten Rechte und bei wem? Und warum müssen die Daten gemäss Empfehlung von Förderern wie z.B. dem SNF lizenziert werden? Wozu, wenn die Daten ohnehin möglichst offen publiziert werden müssen? Auf diese und ähnliche urheberrechtsrelevante Fragestellungen gibt es nicht immer und für jeden Fall fixe Standardantworten. Im Beitrag wird versucht, ausgewählte und grundlegende Aspekte zu klären. Dabei wird auch das urheberrechtliche Problemfeld von Text- und Datamining-Projekten gestreift werden.

 

Videoaufzeichnung