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OLAT Core-Community-Treffen

26.05.2009

Der Frühling macht alles neu, und so spriesst auch in der OLAT Open-Source-Community neues Leben: Anfang Mai haben sich die wichtigsten „Code-Zulieferer“ das erste Mal zu einem Core-Community-Treffen (CoCo) in Zürich zusammengefunden. Ziel des dreitägigen Treffens war unter anderem die jeweiligen Roadmaps der OLAT-Entwicklung zu synchronisieren, technische Fragen zu diskutieren und mittels zielgerichtetem „Hackathon“ einige neue Features in OLAT zu implementieren.

UZH lädt ein

OLAT, die strategische Lernplattform der Universität Zürich findet weltweit als Open Source Software (OS) Verwendung. Ein Ziel dieser OS-Strategie ist es, von externer Arbeitsleistung zu profitieren. Die grössten Codebeiträge kommen – neben der UZH – vom Bildungsportal Sachsen (BPS), dem 14 Universitäten des erwähnten Bundeslandes angeschlossen sind sowie von Frentix GmbH, dem OLAT-Spin-Off-Unternehmen der UZH. Diese Akteure waren denn auch als die gewichtigsten Vertreter der Community nach Zürich eingeladen. Mit von der Partie war zusätzlich die Universität Hamburg, die erst kürzlich von einem kommerziellen US-Produkt auf OLAT gewechselt hat (siehe dazu Artikel in UZH-News) und die diverse Entwicklungs-Aufträge an BPS und Frentix vergibt.

Skalierende OLAT-Community

Wozu nun ein weiteres Gefäss für die Open-Source-Community, wo es doch letztes Jahr die OLAT-Konferenz gegeben hat und diesen Herbst ein User-Day geplant ist? Die Antwort ist einfach: Es besteht ein Bedarf in der stetig wachsenden Entwicklergemeinschaft nach „face-to-face“-Austausch, virtuell können viele Details – vor allem technischer Natur - nur schlecht in die Runde kommuniziert werden. Ein weiterer Grund liegt im momentanen Entwicklungsstadium von OLAT: Das UZH-Entwicklerteam hat sich in den letzten 18 Monaten schwergewichtig mit der Skalierbarkeit und Verteilbarkeit von OLAT beschäftigt und dabei eine Menge Know-How gewonnen, das für die Community-Entwickler essentiell ist. Dieser Wissenstransfer hat nun am CoCo-Treffen stattgefunden.

Da die UZH-Entwickler in letzter Zeit für Anpassungen „unter der Haube“ absorbiert waren, hat es vor allem bei BPS einen regelrechten Feature-Stau gegeben. Die sachsner Entwickler hatten ihrerseits viele Anpassungen am System vorgenommen, die sie nun in die neue „skalierende“ Version einbringen wollen. Ausgehend von dieser initialen Motivation hat sich der Kreis der Themen schnell erweitert:

  • Gemeinsames Abstimmen der Roadmap und zukünftige Information darüber: ein zentral wichtiger Prozess, denn es macht keinen Sinn, an verschiedenen Orten gleiches zu entwickeln.
  • Inkubations-Prozess: Wie soll Code in einen nächsten OLAT-Release gelangen, welche Termine und Qualitätskriterien sind aus Sicht der Community zu beachten?
  • Gemeinsame Strategie im Marketing: Auch hier kann und soll OLAT von den verschiedenen Akteuren hinsichtlich Ideen und Umsetzung profitieren.
  • E-Assessment: Ein Thema, das auch in der OLAT-Community präsent ist. Das CoCo-Treffen bietet einen willkommenen Rahmen für Erfahrungsaustausch

Resultate

Die erwähnten Themen wurden während dreier Tage in verschiedener Zusammensetzung teils kontrovers diskutiert. Am Ende konnten sich alle auf gemeinsame Lösungen und Vorgehensweisen einigen. Wie aus den Rückmeldungen zu schliessen ist, war das CoCo-Treffen ein voller Erfolg. Es soll daher fester Bestandteil der OLAT-Community-Arbeit werden und einmal im Jahr - neben einem Benutzertreffen – stattfinden.

Weitere Informationen zum ersten OLAT-CoCo-Treffen, insbesondere Programm, Vorträge der Teilnehmenden sowie Resultate finden Sie auf der OLAT.org Webseite.

Hans-Jörg Zuberbühler